USA 2010 - Vulkane, Canyons und Schnee

Endlich Urlaub, so wie dieses Jahr hab ich wohl noch nie auf die freien Tage hingefiebert. Weg von allem, nicht arbeiten und den Kopf wieder freibekommen.

20.09.2010
Nach einem schönen Wochenende mit einer Hochzeit von Freunden im Schwarzwald starteten wir am Montag um 7 Uhr nach Frankfurt. Auch diesmal war die Bahn keine Option, zu teuer und wer weiß ob der Zug dann auch wirklich pünktlich fährt? Leider war auch das Auto diesmal nicht die beste Alternative und so standen wir auf halbem Weg schon im Stau und die Zeit wurde ein wenig knapp. Also schnell Auto im Parkhaus abstellen und die Marathonstrecke bis zum Terminal hinter uns bringen.

Am Check In hieß es erst mal Schlange stehen, das lag vor allem an den an jeden gestellten Sicherheitsfragen und dem PreCheck ob man denn auch das Esta Visum schon hat. Check In selber ging schnell und dank Frequent Flyer Karte gab es auch mit unseren jeweils zwei Taschen keine Probleme. Eigentlich wollte ich mir noch Zeitungen oder Bücher kaufen, aber die Zeit war so schon knapp genug und so gingen wir direkt zum Gate. Bevor man dort aber endlich mal ankommt ist auch hier wieder Schlange stehen angesagt und zwar sehr, sehr lange. Schuhe ausziehen, alles durchleuchten lassen und am Gate hat das Boarding schon gestartet. Also schnell noch für teuer Geld ne Flasche Wasser kaufen und rein in den Flieger. Dort war mir schnell klar, dass es durchaus noch Airlines gibt die noch weniger Sitzabstand als Japan Air in Ordnung finden. Meine Knie stießen in den Rücken der Vorderfrau, deren Schwergewicht mir manchmal fast meine Kniescheiben zertrümmert hat. Dank dem tollen Entertainment System mit Kasten unter dem Gangsitz hat man auch keine Möglichkeit die Beine dort zu verstauen. Sehr gut für den aufrechten Sitz aber weniger gut für den Rest, denn spätestens nach 2h ist dank Brettgefühl ein leichtes Schmerzgefühl im Rücken nur noch mit Tabletten zu bekämpfen. Das Essen war noch das Highlight bei US Airways, allerdings nur verglichen mit dem miserablen Platzangebot und auch nur weil ich denen die riesigen Plastikbecher anrechne. Aufgrund einer Hurricane Warning dauerte der Flug dann auch noch über achteinhalb Stunden, da wir auf der Grönlandroute unterwegs waren. Immerhin hatten wir ab und an durch die dichte Wolkenschicht die Chance, einen Blick auf die Berge in Grönland zu werfen.

Nachdem wir endlich in Philadelphia gelandet waren stand uns die nächste Schlange bevor und zwar bei der Immigration. Nach langen, langen 45 Minuten und der Gewissheit dass unser Anschlussflug in ein wenig mehr als einer halben Stunde weitergeht rannten wir in Richtung Gepäckausgabe. Dort war erst mal nichts von unseren Koffern zu sehen, keinerlei Info verfügbar wo die sein könnten und erst nach weiteren 15 Minuten und mit Schweiß auf der Stirn fanden wie sie ganz hinter in der Halle in einer Ecke stehen. Das gibt natürlich auf der nach unten offenen Flughafenbewertung ganz viele Minuspunkte. Hektisch rannten wir also weiter um das Gepäck wieder abzugeben und weiter zum Boarding. Im Vorbeiflug kaufte ich mir noch Wasser und einen riesigen Frustbekämpfungskeks bevor wir in der Schlange als eine er letzten vor dem Flieger landeten. Es gab einigen Tumult, denn es gab keinerlei Platz mehr fürs Handgepäck und man wollte sogar meinen Rucksack einchecken. Das war aber nicht drin – so kam der unter den Vordersitz denn bei dem Flug von Philadelphia nach Seattle hatten wir wirklich deutlich mehr Platz als beim Flug von Frankfurt nach Philadelphia. Nach 40 Minuten hatte sich der Flieger leider noch immer keinen Zentimeter bewegt, denn die Air Force One war auf dem Landeanflug und somit der komplette Flughafen gesperrt. Nochmal 20 Minuten später ging es dann endlich auf unseren nächsten fünf Stunden Flug nach Seattle.

18 Uhr Seattle, wir sind endlich gelandet und unser Gepäck mit uns. Das Auto ist schnell gefunden und wir packen unsere Taschen und Rucksäcke in unseren fast neuen GMC Acadia in metallic weiß mit Ledersitzen und DVD. Der Größe wegen und weil der Name passt wurde er gleich Bulli genannt. Bulli fuhr uns dann durch die Vororte von Seattle bis zum Mediterranean Inn, nur wenige Minuten von der Space Needle entfernt. Die Stadt war fast wie ausgestorben, zum Glück gibt es um die Ecke vom Hotel einen Safeway Supermarkt und wir konnten uns gleich mal mit Wasser und was zum Essen eindecken bevor wir ziemlich müde ins Bett fielen.

21.09.2010
Wir haben gut geschlafen und die Sonne scheint durch das Fenster ins Hotelzimmer, das sieht nach einem guten Start in den Urlaub aus. Nur ein paar Meter vom Hotel entfernt fanden wir ein nettes Café mit richtig dickem, fettem Milchschaum auf dem Cappuccino – fast Konkurrenz für den Cappuccino im Fat Dog Café in Rotorua. Danach weckten wir Bulli in der Tiefgarage auf und fuhren zum Großeinkauf zu REI, hier gibt es alles was das Outdoorherz begehrt. Meine ersten Wanderstöcke, neue Softshelljacke, Icebreakersachen…und den America the Beautiful Annual Pass für die US Nationalparks. Mit unseren Tüten fuhren wir zurück ins Hotel und mussten auf dem Weg beim Whole Foods Market mal sehen, was wir im normalen Supermarkt und was dort kaufen müssen. Zurück im Hotel nur schnell die Tüten ins Zimmer werden und Bulli wieder in die Tiefgarage stellen. Danach gingen wir zu Fuß zur Space Needle und danach mit der Monorail ins Stadtzentrum. Die Haupteinkaufsstraßen sind wie in jeder amerikanischen Stadt ziemlich uninteressant mit den immer gleichen Läden und so muss der Abstecher zum Pike Place Market sein. Hier gibt es Fisch, Früchte, Blumen und ein bisschen Lokalkolorit. Auf den Spuren von Anthony Bourdain ins Piroshky Piroshky, wo es wirklich leckere Sachen gibt. Nach einem Nachmittagskaffee bei Starbucks und einem schnellen Einkaufsabstecher zu Safeway genossen wir einen JetLag Entspannungsabend im Hotel.

22.09.2010
Jetzt geht es erst so richtig los, Checkout im Hotel und damit das Auto nicht lange leer bleibt erst einmal Großeinkauf bei Safeway um uns mit dem Nötigsten einzudecken. Danach werden die für uns sonst normalen Sachen wie zum Beispiel Joghurt und Müsli im Whole Foods Market besorgt. Danach fahren wir raus aus Seattle in Richtung Süden zum Mount Rainier National Park. Auf dem Weg dorthin werden die schon grauen Wolken dunkler und dichter. Den Mount Rainier haben wir bei unserem ersten Stopp am Sunrise Visitor Center nicht zu Gesicht bekommen, da er sich hinter dicken Wolken versteckt hat. In der Höhe war es empfindlich kalt und meine warme Mütze war extrem wichtig. Es gibt im National Park einige schöne Wanderwege, die wir hier aber wegen des Wetters nicht machen konnten.

So fuhren wir nach einem nur kurzen Stopp in Richtung Campground und verbrachten eine stille aber ziemlich kalte erste Campingnacht auf dem Whitewater Campground. Zum Glück konnten wir im Auto schlafen, sonst wäre es bei 3 Grad Außentemperatur wirklich eine ungemütliche Nacht geworden.

23.09.2010
Nach einer frostigen Nacht ist das Wetter miserabel und nach einem noch trockenen Frühstück kommt der Regen und mit ihm die Frage: Und jetzt? Viele Alternativen haben wir noch und so fahren wir Richtung Paradise Area und hofften auf ein wenig besseres Wetter dort.  Leider wurde es eher noch schlechter und begann leicht zu nieseln, was uns aber nicht davon abhielt wenigstens ein kleines Stück des Nisqually Vista Trails zu gehen. Pünktlich nachdem wir grade wieder am Visitor Centre angekommen waren, fing es an richtig zu schütten und teilweise fielen sogar Schneeflocken vom Himmel.

Da hilft nur fahren und ein Motel suchen, was sich auf dem Weg in Richtung Mount Saint Helens ein wenig schwieriger gestaltete als man denkt. Schlussendlich landeten wir in Morton und genossen im Hotel geschmacksneutrales Mikrowellenessen und hofften weiterhin auf zumindest trockenes Wetter. 

24.09.2010
Der Wetterbericht im Weather Channel gibt uns Hoffnung auf Sonne ab 16 Uhr – es sieht draußen aber nicht wirklich danach aus. Die Wolken hängen tief und es nieselt noch ein wenig. Wir fahren von Morton weiter zum Mount Saint Helens National Park und schon bei unserem ersten Stopp mit kurzem Walk zu einem kleines Wasserfall ist es zumindest trocken und nicht mehr zum Erfrieren kalt. Die Fahrt hinauf zur Windy Ridge zeigt einem das Ausmaß des Vulkanausbruches von 1989 ziemlich eindrücklich, denn überall stehen noch abgebrannte Bäume. Unsere erste Wanderung des Urlaubs führt uns hinunter zum Ufer des Spirit Lake, wo tausende Baumstämme wie kleine Streichhölzer auf dem Wasser treiben. Wieder oben an der Straße fahren wir bis zum Ende und genießen die Aussicht auf den Krater des Mount Saint Helens und einige Flecken blauen Himmels. Auf dem Windy Ridge Viewpoint weht ein wirklich fieser Wind und ich bin froh über meine neue winddichte Jacke und jeden Sonnenstrahl. 

Auf dem Weg um den Vulkan liegen einige schöne Viewpoints und nette Plätze fürs Picknicken. Unser nächster Stopp ist das kleine Örtchen Cougar am Fuße des Mount Saint Helens. Beim Lone Fir Resort holen wir unser Hiking Permit für die Wanderung auf den Krater am nächsten Tag und genießen nachdem wir uns ins Hiking Register eingetragen haben die warmen Sonnenstrahlen. Um am nächsten Tag nahe dem Ausgangspunkt starten zu können, entscheiden wir uns für as Kalama Horsecamp und wegen der zusätzlichen Höhenmeter gegen den Climber’s Bivouac. Die Überraschung bei Ankunft im Kalama Camp ist, dass hier wirklich Pferdegatter stehen und es wirklich Leute gibt, die samt Pferden campen. Da wir ohne Pferde ankommen gibt es erst mal eine unfreundliche Rangerdame, die uns erklärt, dass der bislang nicht annähernd volle Campground zwar für alle ist, wir uns aber doch lieber was anderes suchen sollen. Die Empfehlung ignorierend, schlagen wir an einem Platz unser Lager für die Nacht auf und fahren über eine Schotterstraße bis zur Abzweigung zum Climber’s Bivouac. Weiter geht es zum Ape Canyon, wo wir den Loop Hike bis zur Hängebrücke und zurück laufen. Inzwischen ist es schon kurz vor Sonnenuntergang und wir genießen einen gemütlichen Abend, legen die Sachen für den nächsten Tag zurecht  und danach ab ins Auto.

25.09.2010
Als wir uns um 7 Uhr aus den Schlafsäcken schälen ist es noch dunkel, aber schon in der Nacht war der Himmel endlich wieder wolkenfrei. Nach einem schnellen Frühstück packen wir alles in die Rucksäcke und fahren die 20 Minuten bis zum Climber’s Bivouac. Dort angekommen sind wir mehr als froh, nicht hier übernachtet zu haben denn die Plätze sind wirklich nicht schön, es ist viel los und das Klo stinkt zum Himmel. Die Sonne ist inzwischen schon recht warm und nachdem Bandagen angelegt und Stöcke ausgefahren sind geht es los. Der erste Teil der Strecke führt durch den Wald und ist noch angenehm flach. Bis zur Baumgrenze sind es 2 Meilen und kurz vor der Abzweigung auf den Loowit Trail (ab hier Permit notwendig) wird’s dann steiler. Weiter bergauf führt der Pfad dann durch ein ziemlich anstrengendes Geröllfeld mit riesigen Lavafelsen. Das Geröll zieht sich ewig und geht ganz schön in die Beine. Ich fühle mich wie eine Schnecke, schnaufe mich über die extrem scharfen Steine aber trotzdem sehe lasse ich einige andere Mitwanderer hinter mir. Weiter bergauf geht es bis sich der Boden wieder ändert und die letzten Meter dann auf Vulkanasche nach oben führen. Die Taktik 100 Schritte und dann Pause klappt bei mir ganz gut und ich komme wenn auch langsam zumindest voran. Es ist sauanstrengend aber der Gipfel ist in Sichtweite. Nach fast 40 Minuten sind wir oben (Michi deutlich schneller als ich) und man steht auf einmal am Kraterrand und wird vom Wind fast umgeweht. Dank der irren Aussicht vergisst man die Strapazen des Aufstiegs in wenigen Sekunden und trotz einfrierender Nase genießen wir den gigantischen Blick auf Mount Rainier, Mount Adams und Mount Hook. Beim Fotografieren mit fast erfrorenen Fingern verliere ich meine heißgeliebte Hello Kitty Fototasche und muss sie als Opfer an den Vulkangott abschreiben.

Nach wenigen Minuten auf dem Gipfel treten wir den Rückweg an und zum Glück lässt der starke Wind schon wenige Höhenmeter unterhalb des Gipfels deutlich nach. Wir begegnen noch einigen Leuten, die auf dem Weg nach oben sind. Für uns ist der Weg nach unten sehr viel angenehmer, denn auf dem Sand rutscht man in wenigen Minuten wieder bis zum Rand des Geröllfelds. Dort gönnen wir uns die zweite kurze Pause bevor es mit ächzenden Knien und Oberschenkeln weiter runter geht. Wer ausrutscht hat hier wegen des scharfen Gesteins nichts zu lachen, meine linke Hand muss dran glauben. 

Endlich erreichen wir wieder die Baumgrenze aber gerade dieses letzte Stück zieht sich wie Kaugummi bevor wir nach 6:45 Stunden wieder den Parkplatz erreichen. Dort schüttelten wir uns den Sand aus den Schuhen, packten die Stöcke weg und fuhren zum Rückmelden wieder zum Lone Fir Resort in Cougar. Nach einem Bier in der Sonne hatten wir keine Lust mehr zum Weiterfahren und blieben so auf dem Campingplatz dort. Nach 1400 Höhenmetern hatten wir uns eine Dusche und einen gemütlichen Abend verdient.

26.09.2010
In der anfangs sternenklaren Nacht ziehen die Wolken wieder zu und gegen sechs Uhr morgen beginnt es zu regnen. Zum Glück hatten wir auch in dieser Nacht statt im Zelt lieber im Auto geschlafen und so packten wir eingewickelt in unsere Regenjacken unsere Sachen schnell ins Auto. Auf Landstraßen und anschließend der I15 fahren wir Richtung Portland, legen nur einen Stopp für eine Regenfrühstück bei Denny’s ein. Vielleicht fiel mir das bei den letzten Urlauben nicht so auf oder ich hatte das schnell wieder verdrängt, aber es gibt wirklich fette Amerikaner. Merkwürdigerweise trifft man die auch nicht im Bio Supermarkt sondern da, wo es Fast Food gibt. Denny’s am Wochenende ist zum fettigen Frühstück gerammelt voll. Die Frage wieso ist denke ich schnell gegeben, frische und halbwegs gesunde Nahrungsmittel sind teuer, alles andere gibt’s für wenige Dollar. Nach langer Suche in der Karte konnte ich was Essbares entdecken – Oatmeal! Könnte man sogar als gesund bezeichnen, kämen dann nicht mit dem Haferschleim 500g Zucker, Butter und Sahne mit auf den Tisch.

Nach dieser Lektion in amerikanischer Küche also weiter nach Portland, wo in der REI Filiale außer einen Fototaschenersatz auch noch warme Kleidung gekauft wird. Die Straßen in der Stadt sind teilweise wegen eines Events gesperrt und in Kombination mit den ganzen Einbahnstraßen führt das schnell dazu, dass wir uns verfahren. Auf dem Rückweg in Richtung Stadtzentrum landen wir daher durch Zufall im Washington Park, der riesigen grünen Lunge der Stadt.

Das Zentrum selber ist relativ übersichtlich und wir finden schnell einen Parkplatz nahe der Burnside Road, allerdings merken wir genauso schnell dass Portland einen ziemlich runtergekommen Eindruck macht. Wieder auf den Spuren von Anthony Bourdain wollen wir unbedingt zu Vodoo Doughnut, was wir aber nach 30 Minuten anstehen ohne uns einen Meter vorwärts bewegt zu haben dann doch lassen. Statt dessen kaufen wir uns auf einem kleinen Sonntagsmarkt am Ufer des Columbia Rivers Portland Elephant Ears. Zu Fuss dann weiter in den Shopping District. Nachdem wir im Apple Store Preise verglichen haben (guter Wechselkurs und Taxfree Oregon) schlendern wir durch die Mall, essen Sushi und trinken Kaffee. Weiter geht es mit dem Auto auf der I15 nach Süden und beenden den Tag im Motel 6 in Woodbridge.

27.09.2010
Das Motel 6 ist günstig und immerhin gibt’s gutes Frühstück, ich entdecke langsam meine Liebe für getoastete Bagel mit Cream Cheese. Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir weiter auf der I15 bis wir die Woodburn Outlets erreichen. Dort kaufen wir ein und erwähnenswert ist vor allem unsere neue Kitchen Aid, die wir jetzt dank Transformator in der Küche stehen haben und für die wir extra später eine neue Tasche anschaffen mussten.

Nach dem Einkaufen biegen wir auf Landstraßen ab und fahre durch unendlich viele Baustellen und Wälder an die wilde Küste Oregons. In Newport, unserem ersten Stopp an der Küste beginnt uns der Nebel zu umfangen. Im Old Town besorgen wir leckeren frischen und geräucherten Fisch, genießen die Aussicht auf Fischerboote und die alte Brücke bevor wir in Gischt und Nebel weiter in Richtung Süden fahren. Entlang der Kpstenstraße verläuft der Coastal Bike Trail und sowohl Autofahrer als auf Fahrradfahrer haben alle paar Kilometer die Möglichkeit in den vielen kleinen State Parks eine Pause einzulegen. Sobald mal den Ort Yachats erreicht hat wird die Küste steiler und felsiger. Herrlich ist die Gegend um das Cape Perpetua, vor allem die Aussicht von oben auf den wilden Küstenabschnitt.

Auch ein Stopp am Blowhole und dem Heceta Lighthouse Viewpoints sind ein absolutes Muss. Relativ plötzlich hören die Felsen auf weit und breit sind nur noch Dünen zu sehen, das Oregon Dune NRA beginnt. Unser Reiseführer empfiehlt einige Campgrounds im Oregon Dunes NRA, aber leider stimmt die Karte im Führer nicht. Die Campground auf der Strecke werden nicht mal erwähnt und wir sind ein wenig orientierungslos. Schlussendlich landen wir dann relativ spät abends und leicht gefrustet am Umpqoa Lighthouse. In den Dünen unterhalb des Leuchtturms fanden wir einen State Park Campground für horrende 20$. Leider gibt es im NRA viele für ATV’s freigegebene Dünen und unser Campground war voll davon, daher war es auch noch abends ziemlich laut. Der Abend in Nebelschwaden ist feucht und man sieht kaum 10m weit.

28.09.2010
Wir wachen auf und schauen aus den Autofenster in dichte Watte. Es ist angenehm warm und die ATV Fahrer sind noch nicht so richtig wach. Nach dem Frühstück fahren wir nach Coos Bay und verabschieden uns nach einem kurzen Spaziergang in den Dünen von der Küste.  

Auf dem Weg Richtung Landesinnere fallen wie schon auf der Fahrt Richtung Küste viele Baustellen auf. Nach einem kurzen Stück auf der I15 geht es dann in Richtung Crater Lake National Park. Am Nachmittag finden wir einen herrlichen Platz am Diamond Lake, der zwischen wunderschönem Bergpanorama in der Sonne glitzert. Es gibt mehrere Campground mit erstaunlich vielen Stellplätzen. Die Plätze sind sehr weitläufig angelegt, es gibt sogar Solarduschen. Unsere Nachbarn sehen wir kein einziges Mal, dafür hören wir aber die Generatoren laut und deutlich. Am frühen Abend genießen wir die letzten Sonnenstrahlen, sobald sich die Sonne allerdings verabschiedet wird es empfindlich kalt. Am Lagerfeuer sitzend genießen wir den Ausblick in einen unglaublicher Sternenhimmel!

29.09.2010
Wegen der doch recht kalten Nacht gibt es erst einmal Frühstück mit Mütze, aber nachdem die Sonne hinter den Bergen hervorlugt wird es schnell angenehm warm. Mein Duscherlebnis war dann auch ganz angenehm, nachdem ich hinter den Trick des Wasserhahns gekommen bin – einfach auf kalt drehen, dann kommt heißes Wasser. Die Fahrt zum Crater Lake dauert nicht lange und nach einem kurzen, aber knackigen Anstieg steht man mit offenem Mund am Kraterrand und staunt nur noch. Der Himmel strahl azurblau, die Felsen rund um den Kratersee spiegeln sich im Wasser und überall verknorrte Bäume. Nach einigen Stopps an den diversen Viewpoints kommen wir am Rim Village an. Dort startet die kurze Wanderung auf den Garfield Peak, die mit 3-5h angegeben ist. Komischerweise sind wir schon nach knapp anderthalb Stunden wieder am Parkplatz, genossen ausgiebig die wirklich atemberaubende Aussicht auf Crater Lake aber auch die Umgebung.

Vom Gipfel des Garfield Peak konnten wir auch das Phanton Ship sehen, so dass wir uns den restliche Rundfahrt auf dem Rim Drive sparen und in Richtung Mazama Village abzweigen. Wir machen uns auf den Weg nach Kalifornien und nehmen wieder die I15 um schneller als auf den Landstraßen voran zu kommen. Vorbei am beeindruckenen Mount Shasta genießen wir die Nachmittagssonne und landen am Abend in Redding, eine Stadt deren einziges Highlight die Sundial Bridge ist. Wir verfahren uns mehrfach, finden nicht mal die standardmäßigen Malls und Fast Food Konglomerate und landen schlussendlich in einem McDonalds. Für mich gibt’s im Hotel Apfel und Joghurt.

30.09.2010
Nach einem Motelfrühstück fahren wir zum letzten Stopp der Vulkantour, dem Lassen Volcanic National Park. Auch auf dieser Strecke gibt es wieder viele Baustellen und damit viel Warterei. Im Nationalpark selber sieht es nicht anders aus und leider ist der Weg hinauf zum Lassen Peak auch wegen Instandsetzungsarbeiten gesperrt. So bleibt zum Laufen nur der Weg in die Hölle, die Bumpass Hell. Es ist ziemlich heiß und der Trail an sich ist nicht wirklich superinteressant bis man den kurzen Boardwalkbereich erreicht hat. Es blubbert ein wenig, stinkt nach Schwefel und wer Yosemite und Rotorua gesehen hat, ist hier nicht sehr beeindruckt. Trotzdem ist es lohnenswert sich das ganze anzusehen. Im Lassen Volcanic wollen wir nicht übernachten, es ist dazu zu früh und der Campground ist nicht wirklich so begeisternd.

Also fahren wir weiter über die 89 in Richtung Nevada. Die Strecke ist landschaftlich sehr schön, zieht sich aber trotz einem netten Stopp am Almanor Lake. Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir einen absoluten Campingzufallstreffer am Lake Davis. Wir sind nur einem kleinen Campgroundschild zum See gefolgt und landeten am dem Grasshopper Campground, der nicht nur ziemlich groß ist sondern auch schöne Plätze am See hat. Wie die anderen State Park Cmapgrouns sind die 20$ pro Nacht schon happig, aber es gibt weit und breit nicht wirklich viele Alternativen und schön ist der Platz ja auch. Kurz nachdem die Sonne sich hinter den Bergen verabschiedet hat und es schon relativ dunkel ist trauen sich einige Rehe durch dem Campground zum See. Wir sitzen entspannt am Lagerfeuern und beobachten die Tiere beim Trinken, es ist nicht wirklich kalt und die Sterne glitzern durchs Blätterdach.

1.10.2010
Leider kommen nur wenig Sonnenstrahlen durch die dichten Baumwipfel auf unser Plätzchen, aber auch ohne pralle Sonne ist es morgens schon angenehm warm. Wir fahren zurück nach Portola und danach gleich über die Grenze nach Nevada. Meine absolute Nichtlieblingsstadt Reno glänzt nach wenigen Meilen in der Sonne und außer Casino Werbung und Motels ist wenig zu sehen. Wir stoppen nur kurz um unsere Wasservorräte aufzufüllen und fahren schnell weiter, denn heute haben wir noch einiges an Strecke vor uns. Auf der I80 und anschließend ab Fernlay dem Highway 50 geht es durch das einsame Herz Nevadas. Wir fahren aus der einsamsten Straße Amerikas über 460 Meilen in Richtung Utah und entscheiden uns spontan für die Strecke zum Great Basin NP und nicht zur Cathedral Gorge, wo wir eigentlich übernachten wollten. Im Great Basin schlagen wir auf „unseren“ Platz auf dem Upper Lehman Creek Campground das Lager auf. Wir haben unseren privaten Bachabschnitt und eine herrliche Aussicht auf den Wheeler Peak. Im Gegensatz zum letzten Mal ist es lange nicht so kalt und so genießen wir einen herrlichen Abend am Lagerfeuer unter einem der klarsten Sternenhimmel der Welt.

2.10.
Wir haben auch an diesem Tag Glück, denn das Wetter spielt wirklich mit. Die Sonne weckt uns, wärmt unsere Knochen und nach einer kurzen Erfrischung im Bach frühstücken wir erst mal. Dabei überlegen wir uns spontan, da das Wetter passt, wir Zeit haben und es einfach passt den Wheeler Peak in Angriff zu nehmen. Also auf zum Parkplatz, Rucksäcke packen und los geht’s. Die ersten 1.5 Meilen geht es durch bunte Wälder aus Birken und Nadelbäumen bis zum Stella Lake. Dort zweigt der Weg zum Wheeler Peak ab und steigt erst einmal sanft an. Sobald man die Baumgrenze erreicht, führt der Weg im Zickzack durch Geröll und Felsen immer Richtung Bergspitze. Wie meistens waren wir die letzten, die loslaufen und überholen auf dem Weg nach oben immer wieder einige der Frühaufsteher. Ich merke vor allem auf den letzten Metern die Höhe deutlich mehr als Michi und mache daher lieber langsam. Die letzten Meter sind die schlimmsten, aber die gigantische Aussicht entschädigen für jeden einzelnen Schritt. Es ist windig aber dank der aufgebauten Shelter erträglich und so kann man sich ein wenig Zeit für den Eintrag ins Gipfelbuch nehmen. Wir stehen auf 3390m – so hoch war ich bislang noch nie und ich mache ausgiebig Fotos. Nachdem es anfängt zu regnen und auch Schneeflocken vom Himmel fallen fliehen wir vor den aufziehenden grauen Wolken ins Tal. Auch hier ächzen die Knie und Oberschenkel, da kommt ein kurzer Small Talk hier und da durchaus gelegen um eine Pause zu machen und den nach oben Wandernden ein wenig Mut zu machen durchzuhalten. Endlich kommt die Baumgrenze wieder in Sicht und die Wolken werden noch dichten, die Tropfen werden dicker und es beginnt zu donnern und zu blitzen. Endlich erreichen wir Stella Lake und erreichen nach knapp fünf Stunden wieder unser Auto. Kaum haben wir unsere Sachen verstaut beginnt es wie aus Eimern zu regnen.

Nach einem wohlverdienten Sandwich und Bier am Wheeler Peak Parkplatz fahren wir weiter über Garrison nach Utah. Hier müssen wir die Zeit umstellen und stellen fest, dass das Wetter nur noch mieser wird. Überall nur dunkle Wolken und Gewitter. Am Ende des Tages nehmen wir uns ein Motelzimmer in Cedar City. Unser Zimmer im Quality Inn ist total überheizt hat aber den entscheidenden Vorteil, dass man nur wenige Meter im Regen zu Denny’s zurücklegen muss. Dort gibt’s wieder den Schock, wie fett man werden kann und ich genieße daher einen vegetarischen Low Fat Burgen. Nach einer langen Dusche fallen wir beide ins Bett und schwitzen uns durch die Nacht. 

3.10.2010
Nachdem der Regen nachts schwächer wurde und dann ganz aufhörte besteht Hoffnung, die wir auch dringend brauchen denn wir haben für den nächsten Tag unser Orderville Permit und die Shuttle Reservierung bei Zion Adventure. Ein Blick nach draußen beruhigt uns, denn die Sonne scheint! Nach ein wenig HGTV genießen wir ein Motelfrühstück mit fettfreiem Joghurt, Eiern ohne Ei, Brot mit Soße und 4 verschiedenen fettfreien Milchsorten. Mit vollem Lagen fahren wir gemütlich zum Kolob Canyon Visitor Centre um dort unser Permit abzuholen. Dort erwartet uns schon mal ein Dämpfer, denn die Ranger sind nicht wirklich gewillt, uns ein Permit zu geben und weisen immer wieder auf das Wetter hin. Flash Flood Danger mittel und die Wettervorhersage gibt eine 60% Wahrscheinlickeit für Regen am nächsten Tag an. Nach ein wenig hin und her kriegen wir das Permit mit dem Ratschlag, es uns doch nochmal anders zu überlegen. Wir canceln trotzdem das Shuttle erst mal nicht und fahren Richtung Springdale, endlich wieder Zion! Das Wetter hält und wir schlagen auf dem South Campground unser Zelt zum allerersten Mal in diesem Urlaub auf. Dabei merken wir nun auch, dass das gute Teil leichte Alterserscheinungen hat – die Gummis sind so ausgeleiert, dass man erst mal einen Meter abschneiden muss damit die Zeltstangen halten. Innen dring wird’s richtig eng, die Isomatten liegen mehr übereinander als im Auto! Egal, Wanderschuhe an und ab zum Visitor Center und stellen fest – es ist ziemlich viel los! Leider muss ich am Telefon feststellen, dass die tolle 10 Euro Calling Card aus dem Supermarkt nicht tut und auch die dann im Shop gekaufte Zion Calling Card mich nicht mag! Na Danke. Als ich dann am Backcountry Desk unsere neue „Adresse“ South Campground ins Permit haben eintragen lassen, kam raus dass wir die einzigen Permit Inhaber für den Folgetag sind und ich bekam nochmal den guten Ratschlag, es doch lieber lassen sollen. Ich bin zugegebenermaßen ein bisschen beunruhigt und nerve Michi ziemlich mit meiner Schwarzmalerei von Flash Floods und anderen Katastrophen. Wir nehmen zur Ablenkung das Shuttle ins Tal und laufen den Emerald Pool Trail bis zur Zion Lodge. Unterwegs werden die Wolken immer grauer und kaum sind wir an der Lodge angekommen fängt es an zu regnen. Unter dem Regendach gibt’s Small Talk mit einem Pärchen von der Ostküste, bevor wir in einer Regenpause beschließen zurück zum Campground zu fahren. Von dort aus fahren wir dann Zion nichts ändern, gibt es doch noch nette Überraschungen – es gibt einen neuen Supermarkt von Sol Foods, größer als der alte und mit mehr Auswahl aber gleich hohen Preisen. Mit weniger Geld in der Tasche laufen wir durch Springdale und entscheiden uns nach einem letzten Blick in den Himmel dann doch, unser Shuttle und somit unseren Orderville Trip am Folgetag zu stornieren. Auch wenn wir erst um 18 Uhr bei Zion Adventure eintrudelten stornierte man das Shuttle problemlos und wir bekamen das ganze Geld zurück. Schade, irgendwie scheint es beim Zion immer mit den größeren Trips ein Wetterproblem zu geben denn schon beim vorherigen Trip durch die Narrows klappte es erst im zweiten Versuch. Und genau den wollten wir im Hinterkopf behalten, je nachdem wie sich das Wetter entwickeln würde. Immerhin regnet es an diesem Abend dann nicht mehr, teilweise ist der Himmel richtig blau und es kommen Zweifel auf, ob wir am nächsten Tag nicht doch….

4.10.2010
….äh nein, wir hätten nicht in den Orderville können. Denn schon in der Nacht lösen sich unsere Zweifel sozusagen in Wasser auf, denn es regnet und wir haben zum Frühstück das Glück eine Regenpause zu erwischen. Es nieselt immer wieder, dann weht der starke Wind die Wolken wieder weg bis die Sonne wieder Platz hat und dieses Hin und Her des Wetters geht die ganze Zeit so weiter. Daher wollen wir statt Orderville halt den Observation Point erreichen, leider wird das nichts, denn kaum sind wir aus dem Shuttle ausgestiegen fängt es an die regnen und will nicht mehr aufhören. Es donnert und blitzt und wird immer dunkler und dunkler. Also doch überhaupt keine Touren und wir fragen uns, was wir stattdessen machen sollen. Eigentlich hatten wir noch eine weitere Nacht im Zion geplant, aber die Wetteraussichten werfen unsere Pläne ein wenig über den Haufen. Für die folgenden 3 Tage ist durchgehend Regen vorausgesagt, und somit fallen unsere Zion Pläne und eventuell auch die Canyoning Touren erst einmal ins Wasser. Wir passen eine Regenpause ab um unser Zelt zusammenzupacken und im Auto zu verstauen, diskutieren im trockenen Auto was wir nun machen sollen. Wir entscheiden uns nach einigem Hin und Her für St. George, einer nur wenige Meilen entfernten Stadt direkt am Highway. Dort schlendern wir durchs wenig begeisternde Outlet und sitzen erst mal bei Starbucks mit einer heißen Tasse Kaffee und schauen und die Wetterberichte der Region an. Sieht alles nicht wirklich besser aus und so beschließen wir in St. George zu bleiben und gönnen uns im Best Western ein Motelzimmer mit eigenem Whirlpool direkt neben dem Bett. Den Abend vertrödeln wir im Elektronikladen, danach bei Bed Bath and Beyond und landen zum Abendessen durch Zufall bei Five Guys. Erst mal sieht der Laden komisch aus, überall Säcke voller Kartoffeln aber das Prinzip ist genial. Man wählt einen Burger, sucht sich aus was drauf soll und kriegt die besten Pommes Frites (ok, Kumara Fries in Dunedin mal ausgenommen) der Welt.

5.10.
Es tropft immer noch und so ziehen wir das Frühstück in die Länge und nutzen die Zeit bis zum Check Out um dank WiFi einige Infos zu kriegen. Leider ist schon die erste Neuigkeit keine wirklich gute, denn auf der Havasupai Internsetseite lesen wir, dass der Campground leider durch eine Flash Flood weggewaschen wurde und bis zum 10.10. geschlossen ist. Damit fällt das eigentliche Highlight der Reise auch buchstäblich ins Wasser und wir können dieses Mal nicht ins Paradies am Grand Canyon wandern. Auch auf diversen Wetterseiten gibt es nur wenig bessere Nachrichten, wir sitzen inmitten eines weitläufigen Regengebiets das sich über Nevada, Utah und Arizion gelegt hat und sich in den nächsten 2 Tagen auf keinen Fall wirklich wegbewegen oder auflösen wird. Um uns wirklich zu versichern, dass Havasupai ausfällt rufe ich am nächsten Payphone dort an und bekomme auf bekannt unfreundliche Art und Weise bestätigt, dass der Campground vermutlich noch Wochen geschlossen sein wird. Also brüten wir im Auto in St. George erst einmal über der Straßenkarte und versuchen unsere Route so gut wie möglich umzuplanen. Auch die Fahrt zum San Raffael Swell mit seinen unzähligen Slot Canyons können wir uns abschminken, denn bis das Wasser und vor allem der Schlamm wieder abtrocknen reicht unsere Zeit in USA keinesfalls aus. Nach langem Überlegen machen wir uns auf den Weg nach Page in Arizona, das Wetter bleibt ekelhaft und wir hoffen eine Regenpause und ein Permit für The Wave zu erhaschen. Auf der 389 Richtung Fredonia wollen wir eigentlich zu den Coral Pink Sand Dunes abbiegen, finden aber dooferweise die Straße nicht. Nach einigem Suchen werden wir dann doch noch fündig müssen nach einigen Meilen aber wegen Schlamm und Lehm umdrehen.

Im Regen legen wir einen Stopp im Pipe Spring NM ein und fahren danach weiter Richtung Page. Die Landschaft ist durch den Regen und die tiefhängenden Wolken fast nicht zu sehen. Dabei hätten wir bei all den Baustellen durchaus Zeit, uns alles genau anzusehen. An der Paria Ranger Station fragt Michi gleich mal nach, wie wir an das Permit für die Wave kommen können. Wir müssen am Folgetag um 9 Uhr Utah Zeit an der Ranger Station sein und bekamen schon mal ein detailliertes Infoblatt zum Ablauf der Lotterie am Folgetag. In Page kommen wir bei strömendem Regen an und suchen und erst einmal ein Motel, landen im Best Western mit Sicht auf den Lake Powell. Wir schlagen den restlichen Tag mit Kaffee trinken und einkaufen im Safeway rum, ich wasche gemütlich Wäsche und der Fernseher läuft auf HGTV. 

6.10.
Wir nutzen den Zeitunterschied zwischen Arizona (Page) und Utah wo die Paria Ranger Station liegt. Nach nur einer halben Stunde Fahrt kommen wir um kurz nach halb nein an und schauen uns auf dem Parkplatz um. Es sind einige Autos geparkt und wir sind gespannt, wie viele Leute sich heute um ein Permit bemühen. Sind es mehr als 10 startet die Lotterie und die Permits werden verlost. Eine Liste am Eingang zeigt, wie viele Leute die Tage davor Permits wollten – der Durchschnitt liegt bei über 50! Das Wetter ist immer noch mies, aber die Vorhersage für den nächsten Tag ist mit nur 30% Regenwahrscheinlichkeit gar nicht so schlecht. In der Ranger Station gibt es zum Glück Kaffee und mit einer heißen Tasse in der Hand warten wir, bis die Uhr endlich 9 Uhr anzeigt. Unterhaltsam waren auch die diversen deutschen Sprachfetzen, bei denen ich doch gehofft habe dass ich an solche Deppen mein Permit verliere. Total planlose Leute die nicht mal wissen was die Wave ist und dass man halt mit dem Wohnmobil selbst bei guten Wetterverhältnissen nicht wirklich die Straße zum Starpunkt fahren kann. Auch mit einem 6 Monate alten Baby 10km Wanderungen zu machen ist nicht wirklich angeraten, aber was solls…

Einige Anwesende wurden sicherlich durch die Info abgeschreckt, dass es in den letzten Tagen dermaßen stark geregnet hat, dass die Houserock Valley Road vermutlich so stark beeinträchtig wäre, dass wir keine Chance hätten überhaupt den Trailhead zu erreichen. Um Punkt 9 Uhr zogen die Ranger schon zur Vorbereitung eine Miniaturaussage einer Loterietrommel aus dem Schrank und preparieren die kleinen Lottokugeln. Ich kann mir das Lachen kaum verkneifen, das liegt aber auch an dem Gelaber der Deutschen, die in „Englisch“ versuchen den Holländern zu erklären, wo wir denn eigentlich auf der Karte sind. Oh mein Gott! Schlussendlich ist es 9 Uhr und wir sind nur 10 Leute, d.h. wir alle bekommen ein Permit mit Infoblättern und Wegbeschreibung und der Warnung, dass wir ja auf der Straße eh nicht zum Start kommen würden. Aber wer nochmal fragt, erhält vom Ranger dann doch noch detailliertere Infos zum Straßenzustand und den Rat, doch lieber von der anderen längeren Seite zum Trailhead zu fahren, man hätte bessere Chance näher ranzukommen als von der kürzeren Seite. Mit Permit und einem Grinsen im Gesicht fahren wir dann mal schnell zur Abzweigung der Houserock Valley Road, von wo aus der Trailhead nur 8 Meilen entfernt ist, stellen aber nach 2 Meilen fest, dass wir es doch lieber von der anderen Seite versuchen sollten. Also zurück nach Arizona und erst mal Karte studieren – dann Check Out.

Wir fahren bei durchwachsenem Wetter Richtung Grand Canyon Nordrand, der auf dem Weg zur oberen Einfahrt der Houserock Valley Road liegt. Die Strecke zieht sich und wir müssen feststellen, dass es leider kein Zimmer in Jacob Lake gibt, also fahren wir weiter zur North Rim Lodge und stellen wieder fest, dass das echt ne lange Strecke ist. Das Wetter hält soweit und es regnet zumindest mal nicht. In der Lodge parken wir und fragen auf gut Glück nach einem Zimmer. Tja leider war seit dem Vortag 17 Uhr Stromausfall und man weiß nicht, ob Zimmer frei sind. Aha ok und jetzt? Wir sollen bitte um 15 Uhr wiederkommen, daher fahren wir zum Point Imperial und genießen einen atemberaubenden Blick auf einen Seitencanyon. Zurück an der Lodge hören wir leider schon wieder, wir sollen doch bitte in 2 Stunden nochmal kommen, denn man hat immer noch keine Ahnung welche Zimmer frei und welche gebucht sind. Also wieder wegfahren und den Cape Royal Viewpoint genießen. Auch wenn ich schon mehrere Male am Grand Canyon war, ist die Aussicht doch jedes Mal wieder atemberaubend und als wir beim dritten Versuch dann in der Lodge auch noch eine Cabin bekommen ist der Tag dann nochmal besser als gedacht. Unsere kleine Hütte ist gemütlich, hat einen Gaskamin und genug Platz für 4 Leute, dazu noch Schaukelstühle auf der Terrasse. Pünktlich zum Sonnenuntergang stehen wir mit vielen anderen am Rande des Canyons und bestaunen das bunte Farbenspiel, bis sich die Sonne endgültig verabschiedet.

7.10.
Was gibt es besseres am Morgen als ein Frühstück am Grand Canyon bevor wir unsere Sachen wieder packen und die Houserock Valley Road in Angriff nehmen. Die 20 Meilen bis zum Trailhead sind bis auf die letzen zwei Meilen ab dem Stateline Campground schon abgetrocknet und nur noch hier gibt es ab und an einige Matschpfützen, die aber dank Allradantrieb auch kein Problem sind. Am Trailhead stehen nur 4 Autos und wir machen uns auf den Weg der in der Beschreibung angegeben ist. Zuerst folgt der Pfad dem Bachbett des Wirepass und zweigt dann nach rechts einen Hügel hinauf an. Die Wegbeschreibung mit GPS Punkten und Fotos ist wirklich hilfreich, durch die vielen teilweise skurrilen Felsformationen vergeht die Zeit wie im Flug und nach ca. 5 Kilometern steht man vor dem Eingang zur Wabe. Trotz grauen Himmels sind die Farben wirklich irre, aus jeder Perspektive faszinieren die Formen von Neuem. Es sind nicht allzu viele Leute unterwegs und für eine halbe Stunde haben wir die Wave nur für uns, lassen uns dann von nach uns ankommenden Belgiern fotografieren, sehen einen Nackten im Wasser baden und machen uns auf den Rückweg zum Trailhead.

Es ist bereits Nachmittag und wir entschließen uns, die Nacht auf dem Stateline Campground zu verbringen. Es gibt noch einen einzigen freien Platz der sogar einen kleinen Pavillon hat und auch wenn es kalt ist, ist der Abend mit dank des Lagerfeuers wirklich schön. Am Himmel glitzern tausende Sterne und auch die Milchstraße ist wieder zu sehen.

8.10.
Unser Frühstück bei Sonnenschein ist herrlich, es wird immer wärmer und wir packen gemütlich, fahren dann zurück zum Wirepass Trailhead und machen uns auf in Richtung Buckskin Gulch. Wir laufen den Wirepass bis zum Buckskin Gulch, gehen weiter bis es der dicke, fette Schlamm erlaubt und geben nach 2h auf – teilweise kommen wir nur langsam vorwärts und versinken teilweise knöcheltief im Schlamm.

Zurück am Trailhead fahren wir das inzwischen abgetrockenete 8 Meilen stück bis zur Straße und biegen wieder nach Kanab ab. Vor einem Motel dort erwischen wie ein offenes WiFi und buchen im Zion einen Platz auf dem Watchman Campground und ein neues Permit für den Orderville. Per Handy reserviere ich das Orderville Shuttle und die Wettervorhersage spielt diesmal wirklich mit – der Regen ist weg und die Sonne soll in den nächsten Tagen scheinen. Wir fahren als Endpunkt des Tages den Coral Pink Sand Dunes State Parl an und genießen einen wirklich schönen Abend auf dem Ponderosa Grove Campground, in der Nähe der Sanddünen.  Auch hier gibt es wieder einen genialen Sternenhimmel und Gitarrenmusik von den Campingnachbarn.

9.10.
Der Pondersoa Grove Campground liegt nur wenige Meilen entfernt vom State Park, den wir an diesem Morgen gleich anfahren. Unser National Park Pass gilt hier leider nicht, aber die 6 Dollar Eintritt pro Person sind gut investiert denn nachdem wir über die Sanddünen gewandert sind genossen wir eine lange heiße Dusche auf dem wunderschönen Campground.

Sauber und zufrieden fahren wir weiter nach Mount Carmel Junction und machen uns zum ersten Mal auf die Fahrt hinauf zum Cedar Breaks National Monument. Die Strecke ist herrlich, führt vorbei an Bächen und Seen wie dem Navajo Lake. Immer wieder sieht man Lavagesteinsfelder mit riesigen Felsbrocken und es wird mit jedem Höhenmeter kälter und kälter. Entlang der Straße zweigen immer wieder kleinere Wege für die ATV ab, für die das Plateau ein Eldorado sein muss. Zig kleinere und größere Campgrounds liegen nicht weit von der Straße und vor allem der Duck Creek Campground sieht ziemlich einladend aus. Leider ist es fürs Camping hier oben absolut zu kalt, denn wir sehen nicht nur in den nur wenige Meilen entfernten Skigebieten Schnee! Kurz vor dem Cedar Breaks NM liegt zentimeterweise Schnee und wir erinnern uns an den Schneeinebruch im Bryce Canyon beim vorletzten USA Urlaub. Cedar Breaks hat einige Viewpoints und Hikes, leider kommt man des Schnees wegen nicht überall hin. Leicht durchgefroren machen wir uns auf die Weiterfahrt ins Tal nach Cedar City, wo wir uns bei heißen 30 Grad am Red Cliffs Campground häuslich einrichten.

10.10.
Unser zweiter Versuch des Urlaubs mit dem Zion NP, das Wetter ist gigantisch gut und nach einem kurzen Stopp im Supermarkt um Essen und Trinken zu kaufen beziehen wir um kurz nach 12 Uhr unseren Platz am Watchman Campground. Leider steht schon jemand auf unserem Platz, weigert sich wegzufahren und so tauschen wir unseren vorgebuchten Platz gegen den des Platzbesetzers. Nächster Stopp ist das Visitor Center wo wir unser Permit für den nächsten Tag abholen bevor wir nach einer Shuttlebusfahrt den Observation Point in Angriff nehmen. Auf dem Weg nach oben treffen wir einige Wanderer und eine Tarantel bevor wir in den Echo Canyon kommen, der für mich das absolute Highlight dieser Wanderung ist. Man läuft glücklicherweise im Schatten und kann ab und an in den Slot Canyon sehen. Der Weg bis zum eigentlichen Viewpoint verläuft im Zickzack und geht ganz schön in die Oberschenkel, allerdings ist auch hier wieder die gigantische Aussicht ins Virgin River Tal Lohn der Mühen.

Zurück auf demselben Weg geht es dann immer bergab wieder bis zum Shuttlebus Stopp, wo wir nach 3h 20min auch endlich ankommen. Am Visitor Centre  angekommen wechseln wir auf das Springdale Shuttle und fahren zu Zion Adventure um uns Dry Pants zu leihe, leider gibt nur noch Hosen in L aber egal. Shuttle ist nochmal bestätigt also sieht es diesmal so aus, als würde alles wirklich klappen.

Am Campground wurden wir schon von einer Gruppe aus Alaska erwartet, die uns wegen des Nummernschildes für „Alaskaner“ hielt und gleich mit einem riesigen Haufen Feuerholz für uns anrückte. Aber auch als sie erfuhren, dass wir leider einfach nur einen Mietwagen fahren blieb das Holz bei uns und sorgte für ein ziemlich riesiges Lagerfeuer.

11.10.
Der Tag beginnt früh und im Dunkeln, denn wir müssen um 20 Minuten vor 8 bei Zion Adventure sein. Wir packen daher die letzten Sachen schnell zusammen und parken nach der kurzen Fahrt unser Auto und treffen Maria, unsere Shuttle Bus Fahrerin. Leider haben wir bei uns im Bus noch 2 totale Volltrottel denen wir mehr als eine halbe Stunde Verspätung verdanken. Irgendwie haben sie erst am Morgen gemerkt, dass man um durch die Narrows zu wandern Rucksäcke packen muss, einen Stock gut gebrauchen kann und einen pass für den Park haben sollte. Wie die 2 es an einem Tag durch die Narrows schaffen wollten ist mir schleierhaft. Außer den beiden saßen bei uns noch weitere 6 Leute mit im Bus, eine 4er Gruppe die sich für den Tag den Mystery Canyon vorgenommen hatte und ein Vater mit seinem Sohn, die in den Narrows Hike mit Übernachten machten.

Durch die Bauarbeiten am Tunnel in Richtung Mount Carmel Junction ist die Straße erst ab 8 Uhr befahrbar, so dass wir zwar mit Verspätung in Richtung Orderville Drop Off fuhren aber immerhin ging es los. Die Fahrt auf der teilweise unbefestigten Schotterstraße dauert über eine Stunde und nachdem unsere 4er Gruppe abgesetzt wurde waren wir an der Reihe. Erst einmal folgen wir einem Schotterweg bis zu einem Gate, wo offiziell der Trail in der Orderville Canyon startet. Zuerst führt der auf einer Allradstraße weitere 2 Meilen ziemlich flach durch ein wirklich schönes Tal. Die Sonne wird stärker und bald erreichen wir das hier noch sehr schmale Bachbett. Der Weg ist gut ausgetreten und führt uns links vorbei an einem ca. 30m hohen Felsen, der bei fließendem Wasser sicher ein ziemlich spektakulärer Wasserfall wäre. Unser Umweg führt uns durch tiefen Sand hinunter ins Bachbett. Das rot und gelb der Laubbäume gibt dem Ganzen Tal herrliche Farben und die Felsen wandern langsam aber stetig aufeinander zu. Je weiter wir kommen, desto dunkler wird es im Canyon denn die Sonne kommt nur an wenigen Stellen bis nach unten. Noch immer kommen wir trockenen Fußes vorwärts und die Felswände sind glatt poliert und ziemlich beeindruckend.

Nach einigen Stunden steht uns im inzwischen engen Canyon das erste Hindernis bevor, doch dank einer Seilleiter und einem Haken zum Einhängen komme ich ohne Probleme nach unten, sogar ohne Michis Hilfe. Er klettert natürlich am Seil runter und nachdem alles wieder im Rucksack verstaut ist laufen wir weiter nur um auf 2 weitere Stellen zum Abseilen zu stoßen. Immer angekündigt von dicken, zwischen den Felsen eingeklemmten Gesteinsbrocken geht es einige Meter hinunter, die man ohne Seil ohne gebrochene Beine sicherlich nicht hinunterkommt. Das erste der folgenden Hindernisse ist noch ok und ich komme am Seil selber runter, dooferweise ist beim dritten Schluss mit lustig und ich rutschte am Seil ab, falle und halte mich zumindest noch fest. Ein paar Schrammen an den Händern und ein kleiner Schock sind alles und so marschieren wir durch die ersten tieferen Pfützen weiter im Canyon. Kurz darauf wird der Canyon enger und durch Seitencanyons fließt immer mehr Wasser in den Orderville, so dass wir unsere Neoprensocken auspacken und die Dry Pants anziehen. Immer wieder müssen wir an Felsen und Baumstämmen vorbei, allerdings packen wir das Seil nur noch zum Herablassen der Rucksäcke aus. Das Wasser ist inzwischen häufiger hüfttief und am Schluss schwimme ich nach einer Kletterei über einen Felsen und einen Baumstamm lieber gleich. Das Wasser ist nur 9 Grad warm und ich stelle nachdem ich schon bis zu den Ohren im Wasser war fest, dass ich stehen kann. Die nächsten Wasserbecken gehen uns bis zur Taille und wir lassen unsere Sachen in den Trockensäcken, obwohl ich mich nach warmen und trockenen Klamotten sehne. Wir sind schon viele Stunden unterwegs und langsam aber sicher reicht es uns, zum Glück treffen wir dann auf einige Leute, die nur von den Narrows kommen können und die nicht danach aussahen, als wären sie geschwommen. Für uns heißt das Trockensäcke auspacken und uns selber trocken legen. Bis zur Kreuzung mit den Narrows sind es nur noch wenige Minuten und wir halten noch bis zum Temple of Sinawava durch. Nach über achteinhalb Stunden sitzen wir endlich im Shuttle Bus ins Tal und geben schnell unsere Trockenhosen bei Zion Adventure ab. Die waren nicht günstig aber haben sich mehr als nur ein wenig gelohnt.

Die Nacht verbringen wir nach einem fetten Burgeressen bei Five Guys im Motel 6 in St. George, packen unsere Taschen um und machen uns bereit für Las Vegas! Übrigens haben wir auf dem Weg nach St. George die neue Tasche für unsere Kitchen Aid gekauft, hoffentlich kriegen wir sie heil nach Deutschland.

12.10.
Das Auto ist ausgemistet, die Taschen sind vorgepackt und die Sonne brennt mit über 30 Grad vom Himmel, Viva Las Vegas Wetter. Unser erster Stopp in der Stadt sind die Premium Outlets wo wir so viel wie noch in die Taschen passt kaufen. Nach der ersten Einkaufstour weiter zur Fashion Show Mall, die wieder viel zu groß ist und in der man sich wirklich fast verlaufen kann. Tütenbepackt checken wir im Aria Resort ein und bekommen eine Sky Suite, zwei Zimmer im 27 Stockwerk mit einem gigantischen Blick auf die Stadt und einem riesigen Bett. Das beste am Bad, abgesehen von der freistehenden Badewanne, der großen Dusche und den flauschigen Handtüchern ist die Waage – wir müssen ja unsere 4 Taschen gewichtsmäßig richtig packen. Eigentlich will ich gar nicht mehr rausgehen, aber wir schlendern trotzdem ein wenig um den Block um recht spät abends im Aria Buffet zu landen. Eigentlich ist das Essen gut aber mein Magen hat sich den ganzen Abend mehr als nur ein bisschen beschwert….

13.10.
Ein Tag in Las Vegas wie aus dem Bilderbuch, blauer Himmel und strahlende Sonne. Nachdem die ersten Taschen im Auto verstaut sind laufen wir den Strip entlang und erstehen Tickets für die Viva Elvis Show des Cirque Du Soleil im Hotel. Wir schlendern durch die vielen Hotels, kaufen ein und genießen den normalen Wahnsinn der Stadt.

Viel gespielt hab ich nicht, immerhin hab ich mit 2 Dollar Einsatz 16 Dollar zurückbekommen aber nachdem man nicht mal mehr 25 Cent Stücke in die einarmigen Banditen werden kann ist das ganze nicht mehr ganz so reizvoll. Zum Abendessen gibt es diesmal das Spice Market Buffet im Planet Hollywood. Mir ist zwar immer noch schlecht aber trotzdem besser. Um 21 Uhr lassen wir uns in die Glitzerwelt von Las Vegas entführen und schauen uns die anderthalbstündige Show an. Nach einer Dusche und mit geschlossenen Taschen schläft es sich am letzten Tag in USA verdammt gut.

14.10.
Unser letzter Tag beginnt verdammt früh, da unser Flieger schon um 7:30 Uhr geht. Der Check Out am Fernseher tut leider nicht und nach einiger Telefonierei können wir los. Die Fahrt zum Flughafen ist nur kurz, leider hatten wir nicht mehr dran gedacht dass die Mietwagenunternehmen eine Shuttle Bus Verbindung zum Terminal haben und so wurde es langsam aber sicher etwas eng. Am Check In dann das nächste Thema, nachdem uns Hertz noch zu viel Geld berechnet hat und man das vor Ort nicht klären kann. Die tollen Check In Computer mögen uns nicht und nach weiteren verlorenen Minuten können wir doch noch am Schalter einchecken. Alle Koffer sind am Gewichtslimit und wir rennen zum Boarding. Zum Glück dauert die Sicherheitskontrolle nicht allzu lang und wir sitzen bald im Flieger nach Philadelphia. Auch dort haben wir wieder nur wenig Zeit und rennen zum nächsten Flieger nach Frankfurt. Wie schon beim Flug in die USA ist es wieder saueng und ich kann den kompletten Flug über kein Auge zu machen. Die Zeit vertreibe ich mir mit dem Entertainmentsystem, schaue Avatar und lese.

 
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Der Weidenzweig wird durch die Last des Schnees nicht gebrochen.