Australien 2001

 5500km durch den roten Kontinent am anderen Ende der Welt

Tag 1 – 15. September 2001

Nach einer mehr oder weniger schlaflosen Nacht ging es recht früh am Morgen Richtung Frankfurter Flughafen. Mir war im Gegensatz zu meiner lieben Verwandtschaft ganz wohl bei dem Gedanken, in einem Flugzeug zu fliegen. Fragt mich nicht warum, klar war ich geschockt und kann bis heute nicht begreifen, wie sich ein Mensch so etwas krankes ausdenken kann. Doch ich gebe zu, auch wenn es egoistisch klingen man, dass die Vorfreude, nach Australien zu fliegen einfach größer war als alles andere. Da wir mit Malaysia Airlines geflogen sind, bot es sich an auf dem Hinflug einen Stopover in Kuala Lumpur zu machen und auch darauf hab ich mich sehr gefreut! So also morgens um sieben ging’s mit einem Mietwagen nach Frankfurt und ob Ihrs glaubt oder nicht, ich bin gefahren! Dort angekommen eben das Übliche, Koffer aufgeben und hoffen, dass sie nicht zu schwer sind, durch die Passkontrolle und aufs Boarding warten. Da wir einen sehr großen Bogen um den afghanischen Luftraum geflogen sind, dauerte der Flug statt 11 Stunden 12 ½ Stunden, was aber niemandem etwas ausmachte. Eigentlich ging die Zeit auch recht schnell vorbei, gedankt sei Super Mario und diversen Kinofilmen! Bei Malaysia Airlines hat jeder einen eigenen kleinen Bildschirm und kann bis zum Umfallen spielen und fernsehen oder sich chinesischen oder malaysischen Pop anhören...na ja es soll auch Masochisten geben. Da flogen wir also durch die Zeitzonen und irgendwann konnte ich sogar mal 3 Stündchen schlafen.

Tag 2 – 16. September 2001

 Morgens 7 Uhr in Kuala Lumpur...da landen Flugzeuge und heraus kommen völlig fertige Touris, die nicht mehr wissen ob es jetzt Tag oder Nacht sein soll. Nach einem gaaaaanz tollen Flugzeugfrühstück (na ja wenigstens warst vegetarisch) sind wir dann nach knapp 13 Stunden in einer etwas besseren Sardinenbüchse gelandet. Was mir im Nachhinein echt auffällt ist die Tatsache, dass alle Piloten von Malaysia Airlines zwar fliegen und landen können, aber beim Bremsen machen alle tierische Schlangenlinien, das lernt man bei denen wohl. Lobend erwähnen sollte ich vielleicht den sehr großzügigen Sitzabstand...tatsächlich 5cm mehr als alle anderen, das heißt man kann ab und zu sogar die Beine ausstrecken und wenn man unter 160cm ist kann man sogar verstecken spielen!


Aber weiter im Text...wir sind gelandet und haben alle unsere Koffer, werden von unserem Shuttle-Service ins Hotel gefahren. Und da ging dann schon mal das erste schief. Der tolle Busfahrer hatte sich nämlich den falsche Gutschein gegrabscht, was wir aber dank leichten Denkausfällen nicht gleich gemerkt haben, erst später im Hotel, als es Probleme gab. Man stelle sich also zwei Touris vor, völlig gejetlagt und dann noch chinesische Hotelangestellte, die einem auf „Englisch“ sagen, dass da was nicht stimmt. Irgendwie haben wir dann aber nach langem Warten doch noch ein Zimmerchen gekriegt und fielen ziemlich tot ins Bett. Nach 4 Stunden komatösem Schlaf und einer längeren Diskussion mit den Leuten an der Rezeption gingen wir auf Erkundungstour durch Kuala Lumpur oder KL wie es kurz genannt wird. Die Stadt an sich ist chaotisch, alt, modern, hektisch, ruhig, faszinierend, abstoßend und dreckig, kurz gesagt sehr asiatisch. Es gibt sehr viele moderne Einkaufszentren und jede Menge kleiner Läden. Nebeneinander stehen moderne Hochhäuser, wie zum Beispiel die Petronas Twin Towers, und alte, völlige verkommene Gebäude. Abends haben wir dann einen der Nachtmärkte entdeckt, auf dem es einfach alles zu kaufen gibt. Gefälschte Uhren, Lederwaren, Klamotten aber auch jede Menge Essen. Die Stände waren fest in chinesischer Hand, bezahlt wurde in Ringgit, DM oder Dollar. Nach vielen Eindrücken ging’s früh ins Bett, endlich schlafen!

Tag 3 – 17. September 2001

Nach dem Frühstück aus dem Hotel auschecken, Gepäck abgeben und auf unseren Ausflugsbus warten. Wir hatten über Malaysia Airlines einen Ausflug zu den Batu Caves gebucht, berühmten Tropfsteinhöhlen in der Nähe von KL. Diese Höhlen beherbergen einen Hindu-Tempel und sind gleichzeitig ein mehr als beliebtes Ausflugsziel für alle Touris in KL. Nachdem man ziemlich viele Stufen hochgelaufen und mit Sicherheit völlig nassgeschwitzt ist sieht der Tempel samt Höhle auch nicht besser aus. Es sah aus wie auf einer Müllkippe, roch nach Gülle war insgesamt sagen wir mal nicht sonderlich berauschend. Nach 45 Minuten Aufenthalt ging’s weiter zu einer Batikfabrik...ja stellt’s Euch so vor wie eine Kaffeefahrt nur ohne die Heizdecken! Nach der Batik gab es Zinn und danach ein original malaiisches Haus, was an der ganzen Sache noch am interessantesten war. Zurück in KL und um einen Sarong reicher liefen wir zur Menora, dem Fernsehturm Kuala Lumpurs und neben den Twin Towers das höchste Gebäude der Stadt. Aufgrund des Regens, der jeden Tag dafür sorgte, dass die Luftfeuchtigkeit auch bloß nicht weniger wurde, war die Aussicht nicht ideal aber trotzdem schön.

Nach einem weiteren Besuch in Chinatown und auf dem dazugehörigen Nachtmarkt ging’s mit schwereren Koffern Richtung Flughafen. Um 22.30 Uhr Ortszeit ging unser Flug nach Darwin, der zum Glück nur knappe 6 Stunden dauerte. Zum Flughafen in KL kann ich nur sagen, dass man dort Schwierigkeiten hat auch nur 2 Stunden totzuschlagen...übrigens hatte an diesem Tag mein Vater Geburtstag, meine Eltern waren in der Türkei im Urlaub, aber wozu hat man denn Handys?

Tag 4 – 18. September 2001

Endlich in Australien! Wieder um 7 Uhr morgens landeten wir in Darwin, Northern Territory. Nachdem unsere Schuhe für sauber erklärt wurden und die Hunde auch nichts Essbares in unseren Koffern erschnuppert hatten konnten wir raus in die australische Sonne. Es war morgens schon recht heiß aber zum Glück nicht so schwül wie in KL. Als ersten mussten wir wohl oder übel zum Quantas Schalter um uns dort neue Flugtickets zu holen. Geplant war, dass wir am 2. Oktober mit Ansett Airlines von Alice Springs nach Sydney fliegen sollten. Einen Tag vor unserer Abreise aus Deutschland haben wir aber mitbekommen, dass Ansett pleite ist und nicht mehr fliegt. Übers Reisebüro haben wir dann noch einen Quantasflug ergattert, 2 Tage später, was unsere Pläne ziemlich über den Haufen geworfen hat. Die Dame am Quantas Flugschalter meinte nur, wir hätten Glück überhaupt noch einen Flug bekommen zu haben. In ganz Australien gibt es nur 2 Airlines, die die inneraustralischen Routen bedienen: Quantas und Ansett. Ihr könnt Euch das Chaos vorstellen, das ausbricht, wenn eine davon pleite geht! Gut nachdem wir also froh waren einen Flug bekommen zu haben kam der Schock, als die Gute uns sagte, was der kostet....knapp 700 ASD!!! Der Ansettflug kostete 400 DM und ob wir das Geld je wiedersehen, wissen wir bis jetzt noch nicht. Kaum eine Stunde in Australien und schon läuft wieder was schief, als ob das Theater mit dem Hotel in KL nicht gereicht hätte. Leicht gefrustet und nicht wirklich in Hochstimmung fuhren wir dann zur Britz-Vermietstation, wo wir unseren Bushcamper abholen sollten. Es lieg auch alles glatt, wir bekamen unser Schiff und fuhren damit in die Innenstadt von Darwin um uns etwas umzusehen und Lebensmittel einzukaufen. Darwin ist eine recht kleine und übersichtliche Stadt. Es gibt ein paar Läden, viele Souvenirs und viele Schüler, die sich an dem Tag auf Touristen stürzten um eine Umfrage zu machen. Nachdem, wir einen Gruppe kichernder Mädels entkommen waren, ging’s zu Woolworth...das sollte unsere Lieblingssupermarktkette werden! Für knapp 3 Wochen einzukaufen war gar nicht so einfach und alles im Auto zu verstauen auch nicht. Beim einräumen bemerkten wir dann, dass der Kühlschrank und auch das Licht hinten im Auto nicht funktionierten. Mein persönlicher Autospezialist tippte auf eine kaputte Zweitbatterie...also was macht man, man fährt zurück zur Vermietstation. Siehe da, die Batterie war tatsächlich kaputt und wurde ausgetauscht...sollte nicht unser letzter Besuch dort gewesen sein.
Mit jetzt funktionierendem Kühlschrank ging es zu unserem ersten Ziel, dem Litchfield National Park südlich von Darwin. Schon nach wenigen Kilometern im Park tauchten die riesigen Termitenhügel auf, für die Litchfield bekannt ist. Es gibt verschiedene Formen und Farben und einige erreichen locker 3m Höhe. Nach der Fahrt auf der ersten und nicht der letzten Holperstrecke stellten wir unser Auto auf dem ersten Campground ab. Kaum aus dem Auto ausgestiegen trafen wir dann die netten Fliegen, die einen fast wahnsinnig machen können. Die sind furchtbar penetrant, krabbeln in die Ohren oder in die Nase und sind niemals alleine unterwegs, nur abends wenn’s dunkel wird verschwinden sie ganz plötzlich und man hat Ruhe, die aber spätestens am nächsten Morgen wieder vorbei ist. Unser Auto wurde auch dieses Jahr wieder getauft, ich fand dass Sumo ein passender Name wäre. An diesem Abend fanden wir dann heraus, dass die Matratzen seltsamerweise nicht aufs Bett passten...geschlafen haben wir trotzdem gut.

Tag 5 – 19. September 2001

Lieder blieb an diesem Tag nicht allzu Zeit uns den Park genauer anzusehen. Die Windschutzscheibe hatte schon als wir den Wagen übernommen hatten einen kleinen Schlag, von dem der Typ von der Vermietstation nur meinte das sei schon ok. Naja durch das Gerüttle auf der Straße wuchs der Riss und wir beschlossen mal wieder einen Besuch bei Britz zu machen und die Scheibe austauschen zu lassen. Zusätzlich wollten wir auch mal fragen, wie es denn mit passenden Matratzen fürs Bett wäre. Die überaus freundlichen und liebenswürdigen Vollidioten von Britz tauschten zwar die Scheibe aus, aber zum Thema Bett hieß es nur, dass das doch so richtig wäre. Auch der wackelnde Schrank, der nur noch an einer Schraube hing war angeblich genau so in Ordnung. Da mir die entsprechenden Wörter auf Englisch nicht gleich einfielen sind wir halt wieder losgefahren, mit über einem halben Tag weniger, dank Britz – Darwin (Werbung!!!).
Bis zum Einbruch der Dunkelheit waren wir dann im Kakadu National Park, ich denke dem bekanntesten NP in Australien. Da es schon stockfinster war fuhren wir den ersten Campground an, der sich am Two Mile Hole befand. Nach ein wenig Rumgegurke dank der superguten Ausschilderung haben wir dann auch hingefunden. Es war außer uns nur noch ein Auto dort und ich hatte einen meiner „was-wenn-ein-krokodil-hunger-kriegt-und-aus-dem-wasserloch-kommt-und-die-50m-bis-zum-auto-läuft-und-mich-frisst“-Anfälle. Ansonsten war es schönes Fleckchen und schlafen war auch an diesem Abend kein Problem.

Tag 6 – 20. September 2001

Frühstück am Billabong (Wasserloch) ohne ein einziges Krokodil, worüber ich mich gefreut hab und Michi eher enttäuscht war. Deswegen wollte er auch unbedingt di 20km Allradpiste zum Red Lily Billabong fahren, wo wir dann schlussendlich auch gelandet sind. Angeblich feiern die Krokos dort massig Parties, aber irgendwie haben wir die wohl verpasst, denn es war ein richtig idyllisches Fleckchen wo außer uns keine Menschenseele war. Nur Vögel, Blumen, Sumo und ein Billabong. Also zurück zum Kakadu Highway und ab und zu anhalten, um die Aussichtspunkte zu genießen. Viele Flüsse waren aufgrund der Trockenzeit ausgetrocknet ich denke es wäre mehr als interessant mal alles zur Regenzeit zu sehen. Nach einem Stopp beim Bowali Visitor Center fuhren wir zum Nourlangie Rock, an dem es Felszeichnungen der Aborigines gibt. Dort war mehr los, da viele Ausflugsbusse von Darwin aus hierherfahren. Die Zeichnungen sind faszinierend und der ganze Fels hat irgendwie einfach eine Ausstrahlung. Klingt eventuell blöd ist aber nicht anders zu beschreiben. Nach ein bisschen Kletterei gabs eine schöne Aussicht auf Nourlangie und den dazugehörigen Anbangbang Billabong. Die Weite ist irre, wo man hinschaut nur Landschaft und sonst nichts, für einen durchschnittlichen Europäer ist das was ganz Neues. Da es inzwischen schon später Nachmittag war entschieden wir uns für den nahegelegenen Muirella Campground, wo es mal wieder massig Fliegen aber auch eine schöne Dusche gab. Der Ranger dort war supernett und erklärte uns ein wenig über die Jahreszeit, die die Australier Built-Up nennen und die zwischen Trocken- und Regenzeit liegt. Kennzeichnend ist das schwüle, heiße Wetter.  

Tag 7 – 21. September 2001

Nach einer Dusche und einer Tasse Tee (Lemon Soother von Lipton, gibt’s leider bei uns nicht) mal wieder zusammenpacken und ab Richtung Yellow Water. Eigentlich wollten wir einen Abstecher zu dem bekannten Jim Jim und Twin Falls machen, das wären einfach 60km Allradpiste gewesen und hätte leider zu lange gedauert. Statt dessen wollten wir es an dem Tag zu den Edith Falls knapp 200km südlich schaffen. Im Park schauten wir uns noch Yellow Waters und die dazugehörige Cooinda Lodge, das erste Hotel im Park, an. Danach die Barramundi Falls und noch einige Aussichtspunkte. Der Kakadu NP ist über 20 000km² großund ist Teil des Weltkulturerbes!!! Wie gesagt waren die Edith Falls unser Tagesziel, wo wir am Abend im Lower Pool schwimmen konnten, den Campground Manager hab ich überhaupt nicht verstanden, aber unseren Platz haben wir trotzdem gefunden.

Tag 8 – 22. September 2001

Nach einem Bad im Upper Pool der Edith Falls machten wir uns auf den Weg nach Kathrine, der drittgrößten Stadt im Northern Territory und das mit grade mal 11000 Einwohnern. Die Stadt ist echt nett, es gibt einen Woolworths, mehrere Tankstellen und ein paar nette Lädchen. Kathrine ist bekannt für die Kathrine Gorge, eine wunderschöne Schlucht, die von Jahr zu Jahr mehr Besucher anzieht. Kathrine liegt direkt am Stuart Highway, der von Darwin über Alice Springs nach Adelaide führt. Nach dem Einkaufen fuhren wir die 30km bis zum Campground, wo wir nette Wallabies (kleinere Känguruhs) als Mitbewohner hatten. Für den Nachmittag entschlossen wir uns zu einer Bootsfahrt auf dem Kathrine River, die 2 Stunden dauerte und sich schon gelohnt hat. Kathrine Gorge wird übrigens auch Nitmiluk National Park genannt, der ursprüngliche Name stammt aus der Sprache der Jawoyn, des Aborigine Stammes, der vor der Ankunft der Weißen dort lebte. Zum Them Aborigines möchte ich erst am Ende noch was sagen.

Tag 9 – 23. September 2001

Dieser Tag war ein reiner Fahrtag von Kathrine auf dem Victoria Highway Richtung Kununurra in Western Australia. An der Strecke gibt es nicht allzu viel zu sehen, man fährt zwar durch den Gregory NP, da der jedoch relativ weit ab von den normalen Touristrecken ist, gibt es dort noch nicht sehr viel. Kurz vor der Grenze zu Westaustralien liegt der Keep River NP, wo wir übernachteten. Über die Grenze wollten wir nicht, da wir erst in Kathrine Obst und Gemüse gekauft haben, das man leider nicht über die Grenze nehmen darf. Die Australier sind da unerbittlich und der Grenzposten hat am nächsten Tag auch fast sämtliche Schränke nach frischem Obst und Gemüse durchsucht...na ja einen Kohlrabi hat er nicht gefunden. Keep River ist ein relativ kleiner Park, der aber wunderschöne Felsformationen besitzt. Auf dem Campground war vergleichsweise wenig los und mit 3,20 AUD pro Person war er richtig billig. Die Fliegen waren hier relativ gnädig und so war auch der Abend recht gemütlich.

Tag 10 – 24. September 2001

Morgens machten wir eine kleine Wanderung im Flussbett des ausgetrockneten Keep Rivers, vor allem weil wir die Felsenmalereien sehen wollten, von denen unser Reiseführer so schwärmte. Wir haben sie dann auch gefunden und die waren schon ganz schön, eine neue Fliegensorte machte das Laufen aber nicht grade zu einem Vergnügen. Diesmal waren es nämlich fiese beißende Fliegen, deren Bisse richtig weh taten. Nach der Entdeckung der neuen Fliegen überquerten wir die Grenze und eine Zeitzone, also Uhr um 1,5 Stunden zurückstellen. Westaustralien ist mit über 2,5 Millionen km² der größte Bundesstaat Australiens und hat grade mal 1,8 Millionen Einwohner, davon leben alleine in Perth, der größten Stadt, 1,2 Millionen. Diejenigen von Euch, die ab und zu mal fernsehen kennen vielleicht Malcolm Douglas, den Superaustralier. Seine Serie dreht er fast ausschließlich in Westaustralien und meist in den Kimberleys, wohin wir jetzt fahren wollten. Zuerst aber fuhren wir zu Lake Argyle, dem größten Stausee Australiens, der wirklich riesig ist und irgendwie nicht ganz in die Landschaft passt. Nur wenige Kilometer sind es von hier nach Kununurra, der grünen Hauptstadt des Nordens, wie sie genannt wird. In Wirklichkeit ist es keine richtige Stadt, für europäische Verhältnisse eher ein ziemliches Kaff in dem es aber immerhin Briefmarken für meine ganzen Postkarten gab, den Briefkasten hab ich allerdings nicht gefunden.
Von Kununurra aus fuhren wir in Richtung erstes „Abenteuer“: Gibb River Road - 580km Staub und Nichts. Ursprünglich war die GRR eine sogenannte Beef Road, auf der Rinder von den Farmen zum Schlachten oder sonst wohin transportiert wurden. Heute ist die die kürzeste Verbindung zwischen Kununurra und Derby, ein rotes Band, das sich durch die Kimberleys schlängelt und das sich bei Regen in ein Schlammbad verwandelt. Es gibt sehr viele ausgetrocknete Flussbetten und ewig weites Land. Die wenigen Farmen dort oben sieht man nicht, die Farmhäuser befinden sich mindestens 20km abseits der Straße und manche Farmer sehen die Touris nicht sehr gerne. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es viele, man sucht sich ein schönes Fleckchen neben der Straße und stellt das Auto hin, fertig ist der Campingplatz. Außer ein paar Autos gibt es dort keine „Zivilisation“, mir hat das mehr als gut gefallen, es ist unglaublich ruhig und unglaublich friedlich. Morgens singen die Vögel und das ist so schön, dass man am liebsten nicht mehr einschlafen möchte.

Tag 11 – 25. September 2001

Der erste Teil der Gibb River Road lag jetzt hinter uns und endlich gab es ein paar interessante Sachen an der Strecke. Zuerst ging es zur Adcock Gorge, von der unser Reiseführer schwärmte. Eigentlich sollte man dort toll baden können, es gab auch Wasser, das war aber blöderweise circa 20m weit unten in der Schlucht. Da wir schon ne kleine Weile keine Dusche mehr gesehen hatten machten wir uns schleunigst auf zur nächsten Schlucht, der Galvans Gorge. Auf dem Parkplatz hatte ich noch so meine Zweifel, dass da im Umkreis von 10 km überhaupt Wasser ist, aber nach ein bisschen Laufen waren wir da und es war traumhaft schön! Ein kleiner Wasserfall floss über mehrere Felsvorsprünge in einen Badepool. Zusammen mit ein paar Australiern genossen wir das klare und halbwegs kühle Wasser in dieser friedlichen „Oase“.  Tagesziel war heute Bell Gorge und der dazugehörige Silent Grove Campground. Der war mit Abstand der teuerste Campingplatz der drei Wochen, dafür gab’s aber einen gepiercten Ranger und jede Menge Beißfliegen.

Tag 12 – 26. September 2001

Der dritte und letzte Tag auf der Gibb River Road. Mitten im Nichts tauchten da plötzlich Schilder auf: „Roadwork ahead“! Erst mal dachte ich die veräppeln mich jetzt aber siehe da...es tauchten jede Menge Bagger und Bauarbeiter auf, die da fleißig die Straße ausbesserten. Die Straße ist eine Dirt Road, also nichts betoniert..aber die Australier kümmern sich auch darum, fand ich schon klasse. Vor der Abzweigung Richtung Halls Creek guckten wir uns noch die Lennard Gorge an. Zu der gelangt man nur über eine 20km lange Allradpiste, die jedem Offroadfreak gefallen würde...meiner musste natürlich unbedingt da hinfahren. Als wir endlich an der Schlucht ankamen dachte ich, ich spinne, denn da stand ein Bus voller Touris!!!
Auf dem Touristen Highway Nummer 5 (Schotterpiste ist noch nett gesagt) ging es vorbei an Windjana Gorge und Tunnel Creek NP. Die beiden Parks gehören zu den Devonian Reef Parks, da sie im Devon zu einem Riff gehörten und die ganze Gegend dort Meeresgrund war. Im Fluss der Windjana Gorge haben wir dann unsere ersten Krokos gesehen, waren aber nur Süßwasserkrokos und ziemlich klein. Tunnel Creek NP ist eigentlich nur eine Höhle, die 750m lang ist und durch die ich geschleppt wurde. Gesehen hab ich nicht viel, denn außer in der Mitte der Höhle, wo die Decke eingestürzt ist, ist es da drin völlig stockfinster. Zudem muss man fast die ganze Zeit im Wasser laufen, das putzt die Füße und die Schuhe, hat also auch einen positiven Nebeneffekt. Nach dem Höhlenabenteuer ging es weiter auf der Strecke nach Halls Creek, dem Startpunkt des Tanami Tracks. Die Hälfte der Strecke haben wir geschafft und übernachteten auf einem Parkplatz an der Straße.

Tag 13 – 27. September 2001

Nachdem wir die restlichen 200 km nach Halls Creek gefahren waren wurde erst mal eingekauft und getankt. In der Nähe der Stadt gibt es Chinese Wall, eine Quarzformation, die ein wenig an die Große Mauer erinnert. Sonst gibt es in Halls Creek nichts viel, außer schweineteurem Wasser und Benzin. Oh und ich hab dort endlich einen Briefkasten gefunden, vielleicht dauerte es deswegen so lange, bis die Karten ankamen.


Wie gesagt ist Halls Creek der Startpunkt des Tanami Tracks, der einzigen direkten Verbindung zwischen West- und Zentralaustralien. Der Track ist ein rotes Band, das 1077 km lang und wie die Gibb River Road nicht betoniert ist. Auf der Strecke gibt ein einziges Roadhouse (Rabbit Flat), sonst nichts. Der Track führt quer durch die Tanami Wüste und das einzig Sehenswerte im konkreten Sinn ist der Wolfe Creek Meteoritenkrater. Es ist der zweitgrößte Krater der Welt und ist, na ja inzwischen sehr grün. Die ersten 500 km schafften wir an diesem Tag, da das Roadhouse nur ab Freitag offen ist, mussten wir eben an der Straße übernachten. Da auf der Strecke nicht allzu viel los ist, war das auch nicht schlimm. Die völlige Stille ist etwas, an das ich mich zu dem Zeitpunkt schon gewöhnt hatte und ich muss sagen, irgendwie ist das unglaublich schön und auch diese Weite...atemberaubend, mehr fällt mir dazu nicht ein.

Tag 14 – 28. September 2001

Was macht der Mensch in der Wüste am Morgen? Kaffee trinken, es war Freitag und somit hatte das Roadhouse Rabbit Flat geöffnet. Eigentlich ist der Kauz, der dort von Freitag bis Montag Kaffee und sonstige lebenswichtige Sachen an den Touri bringt Meteorologe und macht Wetterberichte. Irgendwie beneidenswert, ab und zu fahren irre Japaner auf dem Motorrad vorbei und ansonsten hat man seine Ruhe und ist alleine...ich sollte mir doch überlegen, ob ich nicht was anderes studieren sollte ;-) Nach dem Kaffee durfte ich auch mal fahren...habs aber freiwillig nach kurzer Zeit gelassen, da unser Sumo doch um einiges größer und schwerer ist als mein Smartes Egoistenauto. An der Strecke gab es auf den nächsten 500 km richtig viel, eine Goldmine, eine Mineralienmine, eine ziemlich lebendige Schlange und mehrere Aborigine Communities.


Kurz bevor es dunkel wurde kamen wir dann in Alice Springs an, dem roten Herzen Australiens. Rot war auch unser Auto, jede Ritze, jede Pore und alle Klamotten. Rings um die Stadt gibt es nicht viel, 10 km weg hatten wir nicht mal Radioempfang. Nach einem kleinen Stadtbummel entschieden wir uns nicht mehr weiter Richtung Ayers Rock zu fahren und statt dessen in Alice zu übernachten und uns die Stadt ein wenig anzusehen. Da es nicht grade viele Campgrounds gibt landeten wir auf einem Big4 Platz. Big4 ist eine Kette, die in ganz Australien Campingplätze und Cabins betreibt. Es gab ne Waschmaschine und endlich Duschen! Im Hausfrauen-Waschmaschinen-Trockner-Raum gabs sogar australische Klatschblätter, da konnte ich mich dann über die wirklich wichtigen Dinge informieren. Abends waren wir zum Kochen zu faul und sind Essen gegangen. Solltet Ihr mal in Alice sein, geht unbedingt in den Red Ochre Grill, denn hier gibt’s für relativ wenig Geld richtig leckeres Essen. Michi musste unbedingt den bunten Teller mit Känguruh, Kroko und Emu probieren, ich blieb lieber bei der Gemüselasagne. Der Nachtisch ist suuuuuuuperlecker und ziemlich exotisch, aber essbar ist vermutlich alles, also einfach probieren.   

Tag 15 – 29. September 2001

Nach einem kleinen Einkaufsbummel und ausgiebeigen Preisvergleichen zwischen den einzelnen Galerien ging es endlich Richtung Uluru (Ayers Rock)! Auf dem Weg dorthin liegt Rainbow Valley wo es schöne, bunte Felsen gibt. Ansonsten ist es eben eine Straße...lang und langweilig. Uluru liegt circa 450km von Alice entfernt und ist einfach die bekannteste Touristenattraktion Australiens. Wenn man Richtung Uluru fährt, kommt circa 50 km vor dem eigentlichen Parkeingang Mt. Connor, ein Tafelberg, den man für Uluru halten könnte. Also lasst Euch da nicht reinlegen.
Nachdem wir einen Platz auf dem Ayers Rock Resort Campground ergattert hatte (ist der einzige Campingplatz) reichte es grade noch zum Sonnenuntergang am Uluru. Dafür gibt es sogar einen speziellen Sunset Parkplatz der gestopft voll war. Vorne ging idyllisch die Sonne unter und hinten standen hunderte Autos und Menschen und überall klickten die Fotoapparate. Sowas vermiest einem auch noch den schönsten Augenblick.

Tag 16 – 30. September 2001

Dieser Tag war komplett reserviert für Uluru und Kata Tjuta. Ich nenne die beiden Sachen extra nicht Ayers Rock und Olgas, da ich die ursprünglichen Namen für passender halte. Immerhin sind diese Namen schon um einiges älter und passender. Kata Tjuta z.B. heißt viele Köpfe und genauso sehen die Olgas ja auch aus. Der Park steht unter der Verwaltung der Aborigines, die das Gebiet nach langem Kampf zurückerhalten haben aber nur, sofern sie auch weiter 99 Jahre die Besteigung des Uluru zulassen. Das ist noch so ein Thema...viele Menschen denken, dass sie unbedingt auf den Felsen klettern müssen und das obwohl die Aborigines ausdrücklich darum bitten, nicht hinaufzuklettern. Für die australischen Ureinwohner ist Uluru eine heilige Stätte mit vielen Orten, die eine spezielle Bedeutung haben. Den Weg, den man „The Climb“ nennt haben die Urahnen oder Traumzeitwesen genommen und darum ist er heilig. Stellt es Euch einfach so vor, als würde man in einer Kirche ein Heavy Metal Konzert veranstalten oder als würde man auf der Kaaba einen Stepptanz veranstalten. Ich würde da nie hochklettern wollen, da ich der Meinung bin, dass man andere Kulturen respektieren sollte. Mit der Meinung war ich aber ziemlich alleine unten den Touristenmassen.


Noch ein Wort zu den Aborigines. Ich weiß nicht, inwiefern Ihr etwas über Sie wisst. Ich persönlich war traurig, denn die meisten von Ihnen haben ich vor dem Liquor Shop gesehen, wartend dass Sie sich Alkohol besorgen können. Sehr, sehr viele haben weder Job noch Perspektive und wieso? Weil die weißen die uralten Traditionen und die Lebensweise als verachtenswert und minderwertig betrachteten und diese Menschen entwurzelten. Die eingeschleppten Krankheiten und vor allem der Alkohol zerstören ein Volk, dessen 40 000 Jahre alte Kultur tief mit der Natur verwachsen ist. Heute sprechen nur noch wenige ihre eigene Sprache und von 350 Dialekten sind grade mal 25 übrig geblieben, der Rest ist zusammen mit wertvollem Wissen und Mensch und Natur unwiederbringlich verloren. Heute findet zwar eine Rückbesinnung auf die eigene Kultur statt, man unterrichtet junge Aborigines in der eigenen Sprache, Zeremonien werden weitergegeben, aber der Kampf gegen eine von weißen dominierte Gesellschaft ist hart. Viele Gruppen ziehen sich in sogenannte Communities zurück, die sich meist sehr weit weg von Städten befinden. Dort herrscht ein striktes Alkoholverbot und Besucher müssen zuerst eine Erlaubnis zum Besuch beantragen. Ich hoffe dass in diesen Communities ein klein wenig Traumzeitgeist erhalten bleibt. Aber zurück zum Uluru. Das Rot ist der Wahnsinn und man kann sich nicht sattsehen an diesem Monolithen! Es gibt rund um Uluru einige Wasserlöcher und andere besondere Stellen. Doch nicht alle darf man fotografieren, da sie für die Aborigines heilig sind.
Nach Uluru ging es zu den Kata Tjuta, die circa 40km vom Parkeingang entfernt sind. Die vielen Köpfe sind auch rot, wie eigentlich alles in der Gegend. Man kann kleinere Wanderungen in eine Schlucht oder um die Olgas herum machen, je nach Lust und Laune. Trotz bewölktem Himmel hab ich mir beim Rumlaufen an diesem Tag einen ziemlichen Sonnenbrand geholt...die Haut kann ich jetzt noch von meinem Rücken ziehen.
Zurück im Resort gab es an dem Abend ein BBQ (Barbeque) und zwar zum Selbergrillen, d.h. man kauft das Fleisch und grillt sich dann einen. Es gab sogar vegetarierfreundliche Burger und einen echten australischen Buschsänger den vor allem die Japaner toll fanden...so viel zum Thema Musikgeschmack.

Tag 17 – 01. Oktober 2001

Es hieß Abschied nehmen von Uluru, war sicher nicht das letzte Mal. Unser nächstes Ziel hieß Kings Canyon circa 250 km entfernt. Dort haben wir die 7,6 km lange Wanderung am Rande des Canyons gemacht und wer dort ist, sollte das auch unbedingt machen. Nur so sieht man die ganze Schönheit der Felsen und den Garden of Eden, ein Wasserloch im hinteren Teil des Canyons. Trotz Ballon in Knie fand ich die Lauferei richtig gut und statt der angegebenen 3 Stunden brauchten wir für die Runde grade mal anderthalb Stunden. Auf der Mereenie Loop Road (Permit erforderlich entweder in Alice Springs oder Kings Canyon Resort) fuhren wir anschließend ins Palm Valley.

Tag 18 – 02. Oktober 2001

Nur Palm Valley gibt es noch Exemplare der sogenannten Red Cabbage Palm, einem Überbleibsel des tropischen Regenwaldes, der vor Millionen Jahren ganz Australien bedeckte. Diese Palmenart gibt es sonst nirgendwo mehr auf der Welt, genau wie eine Farnart, die ebenfalls zu den Urzeitpflanzen zählt.
Zurück in Alice Springs ging es quer durch die Stadt und zu Emily und Jesse Gap. Diese Einschnitte in der McDonnel Range sind heilige Orte der Aborigines und man findet dort auch noch ein paar Felsenzeichnungen. Das Wetter war an diesem tag zum ersten Mal richtig bescheiden kalt und es tröpfelte ab und zu. Auf dem Weg zu N’Dhala Gorge liegen Corroboree Rock (ehemaliger Versammlungsort der Aborigines) und Trephina Gorge, wo wir dann unsere letzte gewittrige Nacht im Auto verbrachten.

Tag 18 – 03. Oktober 2001

Schon am Morgen gab es dicke Wolken und es war immer noch lausig kalt. Sumo kriegte seine Endreinigung und die Koffer wurden halbwegs gepackt. Nach einem kurzen Spaziergang in die Trephina Gorge fing es an zu regnen und wir fuhren schnellstmöglich nach Alice und gaben dort unser Auto ab. Zwar funktionierte der Kühlschrank, die Windschutzscheibe war auch noch ganz. Aber die Karre hatte auf den 5500km knapp 10l Öl gesoffen...der Schrank hing im 45° Winkel von der Seitenwand und es gab noch so ein paar diverse Kleinigkeiten. Fazit: Nehmt kein Auto von Maui oder Britz! Und mietet das Ding schon gar nicht in Darwin an und wenn’s nicht anders geht sagt der Vollidioten einen lieben Gruß.
Ohne Auto und mit Taxi ging es in die Innenstadt von Alice, essen gehen und ratet mal wo? Genau im Red Ochre. Nachdem die Kellner beim ersten Mal ein Glas Wein vergessen hatten war’s dieses Mal der Nachtisch...sind halt Schussel, das Essen war aber wieder supergut. Im Hotel gab es dann noch Nachtsport, Kakerlaken jagen! (Desert Palms Resort) 

Tag 19 – 04. Oktober 2001

Morgens früh raus, denn Kleinanja hatte sich dann doch durchgerungen sich ein Bild zu kaufen doch leider machte der Laden erst um 10 auf und der Bus zum Flughafen ging um 10.30 Uhr. Zum Glück war das Bild noch da ,wurde schnell eingepackt, wir kriegten ein Taxi zum Hotel und wir erwischten den Bus, also alles hat geklappt.
Der Flughafen in Alice ist ziemlich klein und besteht im Wesentlichen aus einem Raum und zwei Läden ist aber ganz gemütlich. Nach dem teuren Flug mit Quantas fuhr uns der Kingsford Smith Bus (jede halbe Stunde zu allen Hotels und von allen Hotels zum Flughafen, 8 Dollar einfach) zu unserem Hotel, Furama Darling Harbour.
Vor der Haustür fährt die Monorail vorbei, mir der wir noch am selben Abend zur George Street fuhren um einzukaufen. Donnerstag ist nämlich der einzige tag, den dem die Geschäfte bis um 21 Uhr geöffnet sind, sonst ist schon um 17 bzw. 18 Uhr Schluss. Ganz ehrlich gesagt war mir Sydney viel zu hektisch, viel zu voll und viel zu laut. Ich war einfach noch an die Abgeschiedenheit des Outback gewöhnt und zurückblickend sind grade die Stille und die Farben des Outback das, was für mich australisch ist. Abendessen gab’s in Chinatown, das nur eine Straße von unserem Hotel entfernt lag.

Tag 21 – 05. Oktober 2001

Ein Tag Sydney mit allem, was dazugehört: The Rocks, Opernhaus, Harbour Bridge, Botanischer Garten, Wharf und  Downtown. Was wir an diesem Tag feststellten ist die Tatsache, dass man Sydney ziemlich gut zu Fuß erlaufen kann denn meistens ist man zu Fuß schneller als mit der S- oder U-Bahn. Abends waren wir zwar ziemlich ko aber schön war’s auf jeden Fall. Ursprünglich wären wir ja 4 Tage in Sydney geblieben, doch dank Ansett und dem späteren Flugtermin blieben grade mal knappe 2 Tage übrig. Schade, aber das letzte Mal war ich ja nicht Down Under, so viel ist schon mal sicher.

Tag 22 – 06. Oktober 2001

Nach einem kurzen Einkuafstripp zu Paddy’s Market über der Straße mussten wir schon zum Flughafen. Vor uns lagen 23 Stunden Flug und 2 Stunden Aufenthalt in Kuala Lumpur. Aber wieder wurde der Flug dank Super Mario, Moulin Rouge, Bridget Jones, Ritter aus Leidenschaft und Chinapop halbwegs erträglich.

Tag 23 – 07. Oktober 2001

Irgendwann kam dann das Frühstück und es waren nur noch 2 Stunden Flug übrig. Wir befanden uns über Italien und 20 Stunden Flug lagen hinter uns. Es war Sonntag und geschlafen hatte ich nicht mehr als 3 Stunden. Gegen 7 Uhr und mit knapp 2 Stunden Verspätung landeten wir dann in Frankfurt und wieder konnte der Pilot nur in Schlangenlinien bremsen. Draußen hatte es 17 Grad, es regnete und der Himmel war grau. Und als der nette Zollbeamte rumschnauzte wusste ich genau: Du bist wieder zuhause. Irgendwie hab ich es geschafft, an dem Tag bis um acht Uhr abends durchzuhalten und wach zu bleiben, der erwartete Mega-Jetlag blieb aus und ja, ob Ihr es glaubt oder nicht, das wars!

 

zurück


Der Weidenzweig wird durch die Last des Schnees nicht gebrochen.